Eisenbahnstrecken in Berlin und näherem Umland

Für den Streckenverlauf wurden die ursprünglichen Bahnhofsnamen angegeben; wo diese von den heutigen abweichen, stehen die jetzigen Bahnhofsnamen in Klammern. Bei Bahnhofsnamen mit dem amtlichen Vorsatz “Berlin-” wurde dieser in der Aufstellung fortgelassen.
Der Pfeil > verweist auf anderer Bahnen in dieser Zusammenstellung und “Abzw.” bedeutet Abzweigstelle.

Mehr zu den Strecken gibt es bei Wikipedia.

Alter Verbinder
Anderer Name für >Verbindungsbahn

Alte Wannseebahn
Zehlendorf-Mitte (Zehlendorf) – Schlachtensee -Wannsee – Neubabelsberg (Griebnitzsee).
Strecke Wannsee – Neubabelsberg wurde später Teil der Verlängerten Stadtgleise. Strecke Zehlendorf – Wannsee heute Bestandteil der >Wannsee-bahn.

Anhalter Bahn
Anhalter Bahnhof – Lichterfelde Süd – Teltow -Ludwigsfelde – Halle/S und Leipzig.

Berliner Außenring (BAR)
Saarmund – Potsdam Süd (Potsdam Hbf) – Priort -Falkenhagen – Hohen Neuendorf West – Karower Kreuz (Abzw.) – Biesdorfer Kreuz (Abzw.) – Grü-nauer Kreuz (Abzw.) – Schönefeld (Flughafen Berlin Schönefeld) – Genshagener Heide – Saarmund.
Betrieblich auch aufgeteilt in >Südlicher Außenring und >Nördlicher Außenring.

Bötzowbahn
Spandau West – Bürgerablage – Nieder Neuendorf -Bötzow.
Kleinbahn der Osthavelländischen Kreisbahn (OHKB) später Osthavelländische Eisenbahn (OHE).

Dresdener Bahn
Dresdener Bahnhof – Mariendorf – Lichtenrade -Zossen – Wünsdorf – Dresden.
Der Ausgangspunkt der Dresdener Bahn ab 1882: Anhalter Bahnhof.

Erknerstrecke
Schlesischer Bahnhof (Hauptbahnhof) – Köpenick -Wilhelmshagen – Erkner.
Separate Vorortgleise nördlich neben den Gleisen der >Schlesischen Bahn gelegen.

Fluqhafenbahn
Adlershof bzw. Grünauer Kreuz (Abzw.) – Grünbergallee – Schönefeld (Flughafen Berlin Schönefeld).
Diese S-Bahn-Strecke wurde 1961/62 auf einem Teil des vormaligen >Güteraußenringes errichtet.

Frankfurter Bahn
Schlesischer Bahnhof (Hauptbahnhof) – Köpenick -Erkner – Fürstenwalde – Frankfurt/O.
Vorgänger der >Niederschlesisch-Märkischen Bahn bzw. der >Schlesischen Bahn.

Friedhofsbahn
Wannsee – Dreilinden – Stahnsdorf.
Diese Bahn wurde zur Bedienung der in Stahnsdorf gelegenen Friedhöfe angelegt. Seit 1961 ist sie vollständig stillgelegt.

Görlitzer Bahn
Görlitzer Bahnhof – Niederschöneweide-Johannisthal (Schöneweide) – Grünau – Königs Wusterhausen – Cottbus – Görlitz.

Grunewaldbahn
Heerstraße – Pichelsberg – Spandau Hbf (Spandau).
Ursprünglich Abzweigung vom >Hamburger Stadtbahnanschluß, später Verbindung mit den Verlängerten Stadtgleisen (III); diese Strecke wird neuerdings auch als >Westbahn bezeichnet.

Grünauer Vorortbahn
Treptow (Treptower Park) – Niederschöneweide-Johannisthal (Schöneweide) – Grünau – Königs Wusterhausen .
Vorortgleise, östlich neben den Gleisen der >Görlitzer Bahn.

Güteraußenring (GAR)
Fichtengrund – Wensickendorf – Basdorf – Karow -Springfuhl (alt) – Wuhlheide – Eichgestell – Adlergestell – Altglienicke – Schönefeld (alt) -Groß Ziethen – Lichtenrade Ost – Teltow.
Der Abschnitt Wuhlheide – Eichgestell ist heute Teil des >Berliner Außenringes.

Hamburger Bahn
Hamburger Bahnhof – (Jungfernheide -) Spandau Hbf (Spandau) – Nauen – Wittenberge – Hamburg.
Der Ausgangspunkt der Hamburger Bahn ab 1884: Lehrter Bahnhof.

Hamburger Stadtbahnanschluß
Charlottenburg – Heerstraße – Ruhleben (Gbf.) -Spandau Hbf (Spandau).
Verbindungsstrecke zwischen der >Stadtbahn und der >Hamburger Bahn.

Heidekrautbahn
Reinickendorf-Rosenthal (Wilhelmsruh) – Schildow – Schönwalde – Basdorf – Groß Schönebeck bzw. Liebenwalde.
Volkstümlicher Name der Reinickendorf-Liebenwalde-Groß Schönbecker Eisenbahn, später Niederbarnimer Eisenbahn.

Industriebahn Tegel – Friedrichsfelde
Tegel Hafen (Gbf.) – Lübars (Gbf.) – Rosenthal (Gbf.) – Niederschönhausen (Gbf.) – Weißensee (Gbf.) – Abzw. Jab (nördlich Magerviehhhof Wriezener Bahn) .
Es handelt sich um eine Kleinbahn die nur Güterverkehr hatte; sie gehörte früher zur »Heidekrautbahn.

Kaisergleis (I)
Verbindungsgleis Richtung Süden zwischen der >Ringbahn (Abzw. Vdp) und der >Militärbahn und >Dresdener Bahn. Es ermöglichte Fahrten des Hofzuges zwischen der Hofstation an der Großgörschenstraße an der >Potsdamer Bahn und der >Militärbahn sowie der >Dresdener Bahn vor Errichtung der Verbindungskurve Abzw. Vdp – Tempelhof Vbf (Tempelhof Rbf).

Kaisergleis (II)
Kohlhasenbrück (Abzw.) – Neubabelsberg (Griebnitzsee) .
Verbindungsgleis zwischen >Wetzlarer Bahn und »Potsdamer Bahn, das ursprünglich hauptsächlich für die Überführung des in Potsdam stationierten Hofzuges auf die Stadtbahn für Fahrten Richtung Osten errichtet wurde.

Kanonenbahn
Wegen der überwiegend militärischen Gründe, die zum Bau der »Wetzlarer Bahn führten, erhielt die Bahn diesen volkstümlichen Namen.

Kramer Kurve (I)
Großräumige Verbindungskurve in Form einer Schleife zwischen dem »Südlichen Außenring und der >Anhalter Bahn vom Bahnhof Genshagener Heide zum Bahnhof Birkengrund Nord.
Benannt wurde diese Kurve nach dem zum Zeitpunkt des Baues amtierenden Minister für Verkehrswesen der DDR.

Kramer Kurve (II)
Großräumige Verbindungskurve in Form einer Schleife zwischen dem >Nördlichen Außenring und der »Nordbahn vom Bahnhof Hohen Neuendorf West zum Bahnhof Birkenwerder.
Benannt wurde diese Kurve nach dem zum Zeitpunkt des Baues amtierenden Minister für Verkehrswesen der DDR.

Kremmener Bahn
Schönholz-Reinickendorf (Schönholz) – Tegel Hennigsdorf – Velten – Kremmen.

Lehrter Bahn
Lehrter Bahnhof – Moabit (Gbf.) – Spandau Hbf (Spandau) – Staaken – Wustermark – Stendal -Lehrte – Hannover.

Lichterfelder Vorortbahn
Potsdamer Ringbahnhof – Yorckstraße – Papestraße – Lichterfelde Ost.
Vorortgleise, ab Yorckstraße westlich neben den Gleisen der >Anhalter Bahn.

Militärbahn
Militärbahnhof – Marienfelde – Rangsdorf – Zossen – Kummersdorf – Jüterborg.
Königlich-Preußische Militäreisenbahn. Der Militärbahnhof lag an der Südseite der Kolonnenstraße westlich der Anhalter und Dresdener Bahn und führte nur die Bezeichnung “Berlin”. Zwischen Papestraße und Zossen lag die Strecke westlich neben der »Dresdener Bahn.

Mittenwalder Kleinbahn
Hermannstraße – Teltowkanal – Buckow – Rudow -Mittenwalde.
Volkstümlicher Name für die Rixdorf-Mittenwal-der-Eisenbahn, später Neukölln-Mittenwalder-Eisenbahn (NME).

Neue Verbindungsbahn
Alter, nicht mehr gebräuchlicher Name für die >Ringbahn, hauptsächlich für die erste Teilstrecke Moabit – Stralau – Schöneberg.

Neue Wannseebahn
Wannsebahnhof in Berlin – Großgörschenstraße -Steglitz – Lichterfelde (Lichterfelde West) Zehlendorf.
Diese Strecke wurde westlich neben den Gleisen der >Potsdamer Bahn, als erste besondere Vorortbahn in Berlin, errichtet. Zusammen mit der »A1-ten Wannseebahn bildet sie heute die »Wannsee-bahn.

Neukölln-Mittenwalder-Eisenbahn
»Mittenwalder Kleinbahn

Niederschlesisch-Märkische-Bahn
Nachfolger der »Frankfurter Bahn, ältere Bezeichnung für die >Schlesische Bahn.

Nördlicher Außenring (NAR)
Satzkorn – Falkenhagen – Hohen Neuendorf West -Karower Kreuz (Abzw.) – Biesdorfer Kreuz (Abzw.) -Wuhlheide Rbf.
Betriebliche Aufteilung des »Berliner Außenringes .

Nordbahn
Nordbahnhof (Gbf. Eberswalder Straße) – Reinickendorf (Schönholz) – Hermsdorf – Birkenwerder -Oranienburg – Neustrelitz – Stralsund.

Nordring
(Westkreuz -) Westend – Moabit – Gesundbrunnen -Weißensee (Ernst-Thälmann-Park) – Stralau-Rummelsburg (Ostkreuz).
Teilstrecke der »Ringbahn. Der gleiche Name wurde auch verwendet für Zugläufe der »Stadtbahn, die auf den Nordring übergingen.

Nord-Süd-Bahn
Humboldthain – Friedrichstraße (unten) – Potsdamer Platz – Anhalter Bahnhof (unten) – Yorckstraße und Großgörschenstraße.
Tunnelstrecke der S-Bahn zur Verbindung der nördlichen und südlichen Vorortbahnen. Nicht korrekter Name für die Nord-Süd-S-Bahn.

Nordwestliche Umgehungsbahn
Oranienburg – Kremmen – Nauen.

Ostbahn
Ostbahnhof – Lichtenberg-Friedrichsfelde (Lichtenberg – Mahlsdorf – Strausberg – Küstrin – Königsberg .

Potsdamer Bahn
Potsdamer Bahnhof in Berlin – Steglitz – Zehlendorf – (Düppel -) Neubabelsberg (Griebnitzsee) -Potsdam (Potsdam Stadt) – Werder – Brandenburg -Magdeburg.
Der Abschnitt bis Potsdam wird auch als Potsdamer Stammbahn bezeichnet.

Potsdamer Stammbahn
Andere, heute selten verwendete Bezeichnung für den Abschnitt Potsdamer Bahnhof – Potsdam der Potsdamer Bahn.

Ringbahn
Moabit – Gesundbrunnen – Weißensee (Ernst-Thälmann-Park) – Stralau-Rummelsburg (Ostkreuz) -Rixdorf (Neukölln) – Tempelhof – Wilmersdorf -Grünewald (Halensee) – Westend – (Jungfernheide) – Moabit.
Unterteilt in >Nordring und >Südring, ursprünglich auch >Neue Verbindungsbahn genannt.

Schlesische Bahn
Schlesischer Bahnhof (Hauptbahnhof) – Köpenick -Erkner – Frankfurt/Oder – Breslau.
Neuer Name der >Niederschlesisch-Märkischen Bahn.

Siemensbahn
Jungfernheide – Siemensstadt – Gartenfeld .
Diese Strecke diente der Anbindung der Siemenswerke, die die Strecke auch finanzierte.

Stadtbahn
(Westkreuz -) Charlottenburg – Friedrichstraße -Alexanderplatz – Schlesischer Bahnhof (Hauptbahnhof) (- Ostkreuz).
Die eigentliche Stadtbahn ist baulich nur der Abschnitt Charlottenburg – Hauptbahnhof. Im Allgemeinen Sprachgebrauch wird jetzt meist die ganze Strecke Westkreuz – Ostkreuz als Stadtbahn bezeichnet. Zur Stadtbahn im weiteren Sinne gehören auch die >Verlängerten Stadtgleise.

Stettiner Bahn
Stettiner Bahnhof (Nordbahnhof) – Gesundbrunnen -Pankow-Schönhausen (Pankow) – Blankenburg – Buch -Bernau – Angermünde – Stettin.
Der ursprüngliche Streckenverlauf führte nicht über Gesundbrunnen sondern etwa im Verlauf der heutigen Grüntaler Straße.

Südlicher Außenring (SAR)
Wuhlheide Rbf. – Grünauer Kreuz (Abzw.) – Schönefeld (Flughafen Berlin Schönefeld) – Saarmund -Potsdam Süd (Potsdam Hbf.) – Satzkorn.
Betriebliche Aufteilung des >Berliner Außenringes .

Südliche Umgehungsbahn
Großbeeren – (Genshagener Heide – Saarmund -) Michendorf – Seddin Rbf.
Heute ist diese Strecke Teil des >Berliner Außenringes mit seinen Anschlußstrecken.

Südring
Stralau-Rummelsburg (Ostkreuz) – Rixdorf (Neukölln) – Tempelhof – Wilmersdorf – Grünewald (Halensee) (- Westkreuz).
Der gleiche Name wurde auch verwendet für Zugläufe der >Stadtbahn, die auf den Südring übergingen .

Südringanschluß (zum Potsdamer Bahnhof)
Abzw. Vdp und Abzw. Vp – Schöneberg (Kolonnenstraße) – Potsdamer Ringbahnhof.
Diese Strecke diente den Zügen der >Ringbahn zur Bedienung der Innenstadt in Form einer Spitzkehre. Die beiden Abzw. lagen zwischen den heutigen Bahnhöfen Schöneberg und Papestraße.

Umgehungsbahnen
>Nordwestliche-, >Westliche-, >Südliche Umgehungsbahn.
Diese Strecken dienten bereits früher der Umfahrung von Berlin, hauptsächlich für den Güterverkehr .

Verbindungsbahn
Stettiner Bahnhof – Hamburger Bahnhof – Brandenburger Tor – Potsdamer Bahnhof – Anhalter Bahnhof – Hallesches Tor – Kottbusser Tor – Görlitzer Bahnhof – Schlesischer Güterbahnhof.
Eisenbahnstrecke im Straßenniveau als erste Schienenverbindung zwischen den Fernbahnhöfen, später auch >Alter Verbinder genannt.

Verlängerte Stadtgleise (I)
Schlesischer Bahnhof (Hauptbahnhof) – Stralau-Rummelsburg (Ostkreuz) – Lichtenberg-Friedrichsfelde (Lichtenberg).
Diese Strecke ist eine direkte Verlängerung der Stadtgleise der >Stadtbahn für den Vorortverkehr.

Verlängerte Stadtgleise (II)
Charlottenburg – (Westkreuz -) Grünewald – Wannsee – Neubabelsberg (Griebnitzsee) – Potsdam (Potsdam Stadt).
Zwischen Charlottenburg und Wannsee westlich neben den Gleisen der >Wetzlarer Bahn und zwischen Neubabelsberg und Potsdam nördlich neben den Gleisen der Potsdamer Bahn gelegen, zwischen Wannsee und Neubabelsberg vormals Teil der >A1-ten Wannseebahn. Diese Strecke ist eine direkte Verlängerung der Stadtgleise der >Stadtbahn für den Vorortverkehr.

Verlängerte Stadtgleise (III)
Charlottenburg – (Westkreuz -) Eichkamp (neu) -Heerstraße.
Stadtseitige Verlängerung der >Grunewaldbahn. Diese Strecke ist eine direkte Verlängerung der Stadtgleise der >Stadtbahn für den Vorortverkehr.

Vnk-Strecke
Abzweig Vnk (an der >Schlesischen Bahn westlich Rummelsburg Rbf.) – Kaulsdorf.
Diese Strecke diente als Fernbahnverbindung zwischen der >Schlesischen Bahn und der >Ostbahn. Auf einem heute stillgelegten Teil der Strecke entsteht die Verlängerung der U-Bahn-Linie E.

Vollring
Kein Streckenname im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr Bezeichnung für die Züge, die die >Ringbahn vollständig befuhren.

Wannseebahn
Wannseebahnhof in Berlin – Großgörschenstraße -Steglitz – Lichterfelde (Lichterfelde West) Zehlendorf – Schlachtensee – Wannsee – Neubabelsberg (Griebnitzsee)
Zusammenfassender Begriff für die >Neue Wannseebahn und die >Alte Wannseebahn.